Fuck(you)boys!

Wir liegen ineinander verschlungen in meinem Bett, mein Kopf auf deinem Oberkörper, du fährst mit deiner Hand durch meine Haare, lächelst mich zufrieden an und gibst mir einen Kuss auf die Stirn.
So hatte ich mir unsere Zukunft vorgestellt. Nicht zu hochgestochen, immer noch realistisch. Dachte ich zumindest, bis du mir das Selfie von Blondie geschickt hast. Sie steht vor einem Spiegel. Pose, Hut, Minirock. Sie ist mir direkt unsympathisch. Dir anscheinend nicht, denn du bist jetzt mit ihr zusammen. Und ich sitze hier mit diesem betäubenden Schmerz in der Brust, starre in die Leere, obwohl ich mich eigentlich genau davor retten wollte.

„You have a new love, I´m happy for you love, I just don´t wanna meet her. Are you gonna keep her? Cause I don´t wanna see you with her. I don´t wanna see her face.“
Warum stalke ich sie dann auf Insta? Und schau mir ihre durch Gras hüpfenden Bilder an?

Im Gegensatz zu der lieben @Ronny, habe ich nicht so ein Glück mit Männern. Mein Spezialgebiet ist eher die Spezies Fuckboy. Sie sind sehr scheu, melden sich kaum, werden so ab 22 Uhr aktiv und ich finde sie wahnsinnig toll. Was falsch mit mir ist? Ich weiß es auch nicht. Natürlich ist mir klar, dass das nie was werden wird. Es ist Bullshit, dass er momentan keine Zeit für eine Beziehung hat. Aber er mich natürlich trotzdem total toll findet. Oder, dass er selbst nicht weiß, was er möchte. Er weiß nämlich ziemlich genau was er will. Und das ist einfacher, unverbindlicher Sex. Was ihn schlussendlich dazu gebracht hat mit einer Anderen zusammen zu kommen? Ich weiß es mal wieder nicht. Was ich weiß ist, dass es offensichtlich nicht an seiner Zeit gelegen hat.

„I knew I loved you then, But you’d never know, ‚Cause I played it cool when I was scared of letting go, I know I needed you, But I never showed“
Ich kann dir nichts vorwerfen, du wusstest es nicht.

Wie es mir damit geht? Da habe ich nur ein einziges, aber passendes Wort. Scheiße!
Egal wo ich bin, du verfolgst mich. Ich rieche dein Parfum im Bus. Mein Kopf liegt auf deiner Schulter, ich küsse deinen Nacken. Tagträume bestimmen meinen Alltag. Ich sitze Minuten lang auf meinem Bett, starre in die Leere. Oder ich laufe durch den Supermarkt, am Tee-Regal vorbei. Da steht sie, die Tee-Marke die du so gerne trinkst. Und dieser unerträgliche Stich in meinem Herzen. Schnell weiter. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wann lässt du mich endlich gehen? Hab dich auf allen Socialmediakanälen entfolgt, entfreundet. Doch aus meinem Kopf kann ich dich nicht löschen. Mein Herz und mein Hirn haben da eine kleine Kommunikationspanne.

Hanna Lüthi

Hallo ich bin Hanna

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