„Dear Eleanor“- Amerika unter dem Farbfilter der 60er

Kalifornien,1962: Nach einem traurigen Ereignis in Ellies Familie, machen sich diese und ihre beste Freundin auf den Weg durch das ganze Land, um in New York Ellies Heldin, die ehemalige ‚First Lady‘ Eleanor Roosevelt, in deren Haus zu besuchen. Als Ellies Vater nach dem Verschwinden der beiden Mädchen von ihrem Plan erfährt, macht er sich kurzerhand selbst mit Billy, einem Freund der Mädchen, auf den Weg diese zu finden.

Der Regisseur Kevin Connolly erzählt die Geschichte zweier „Typisch-amerikanischer Mädchen der 1960er“: die Locken und bunten Hosen sitzen, die Zigarette steckt lässig und ungekonnt zwischen Zeige- und Mittelfinger, die Wände sind gepflastert mit Bildern vom „King“ und Marilyn und die Lust auf das „Amerika-ihrer-Träume“ ist groß.

Wie in seinem wohl bisher bekanntesten Werk „Wie ein einziger Tag“ (2004), weiß der Regisseur Emotionen gekonnt einzusetzen und seinen jeweiligen Filmen einen bestimmten, individuellen Ton zu geben. Ebenso wie „Wie ein einziger Tag“ behandelt „Dear Eleanor“ ein sehr emotionales Thema, jedoch auf eine leichte, amüsante und schöne Art und Weise, sodass man während des Films nicht anders kann, als den traurigen Beginn nur als Ausgangspunkt für die aus ihm heraus resultierenden wunderbaren Konsequenzen zu sehen.

Neben bekannten Gesichtern wie Jessica Alba und Luke Wilson, welche allerdings nur Nebenrollen einnehmen, werden die beiden Hauptrollen Ellie und Max von den noch nicht aus vielen Großproduktionen bekannten Jungschauspielerinnen Liana Liberato und Isabelle Fuhrman übernommen, welche eine tolle Leistung abliefern.

Die Eine etwas zurückhaltender und rationaler, die Andere eine reine Drama-Queen, sind sich beide Charaktere von ihren Persönlichkeiten her recht unterschiedlich, harmonieren aber gerade wegen dieser Gegensätze auf der Leinwand so perfekt zusammen.

Mit viel Liebe zum Detail wird so in knapp eineinhalb Stunden die keinesfalls verkitschte Geschichte zweier Freundinnen erzählt, die unter den Krisen der damaligen Zeit versuchen sich mit dreihundert Dollar, dem Oldtimer ihres Vaters und dem Glauben an ihre Idole, IHREN amerikanischen Traum zu erfüllen.

timstolte

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