Kann Cannes feministisch sein?

Man sollte meinen wir wären in einer Zeit angekommen, in der es keine Dresscodes mehr gibt. Doch das Cannes Film Festival belehrt uns mal wieder eines Besseren. Wie schon viele Jahre zuvor, gilt immer noch: Kleider- und Heelspflicht für Frauen. Das publiziert nicht gerade Geschlechtergleichheit und Toleranz gegenüber textiler Selbstverwirklichung.

Embed from Getty Images

Kristen Stewart bringt es in einem Interview auf den Punkt: „Wenn man von Männern nicht verlangt, hohe Hacken und Kleider zu tragen, kann man das von mir auch nicht verlangen.” Damit stellt sie nicht nur die Vorgaben der Veranstaltung in Frage, sondern auch die Geschlechterrollen. Warum dürfen Frauen keine Hose tragen, wenn es doch alle Männer tun? Und was wäre, wenn ein Mann in Kleid und/oder hohen Schuhen auftauchen würde? Wäre das dann ok?
Obwohl sich Stewart an die Regeln hielt und brav in einem Chanel-Dress gepaart mit hohen Le Silla Sandaletten über den Red Carpet ging, setzt sie mit dieser Aussage ein klares Statement.

Auch außerhalb der offiziellen Cannes Film Festival Eröffnung, bleibt der Dresscode Gesprächsthema. Bei dem „Fashion for Relief Event“ überrascht Kendall Jenner in einer Jeansshort zum opulenten Top mit Schleppe und schwarzen Stilettos. Scheint so als hätte das französische Festival, zumindest für die anderen Programmpunkte, die Kleiderordnung etwas gelockert und eingesehen, dass auch Frauen in Hosen schick aussehen.

Hanna Lüthi

Hallo ich bin Hanna

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s