EIN TEIL, DAS GANZE

Die Essenz des Blaumanns ist simpel: er soll praktisch sein. 1968 etablierte Yves Saint Laurent den berühmten Einteiler, den wir unter dem Namen „Jumpsuit“ kennen, im weiblichen Kleiderschrank. Auch im Frühjahr 2017 werden wir dank der neuen Overalls morgens vor dem Spiegel kostbare Zeit sparen.

Dass Isabel Marant, Vanessa Seward und Nadège Vanhee-Cybulski, Chefdesignerin bei Hermès, Französinnen sind, ist kein Zufall. Alle Drei sind kreative Köpfe, die eine gewisse Ruhe um sich rum aufbauen und sich somit nicht in den medialen Sog der Modewelt ziehen lassen. Obwohl sie alle in die Kategorie „Puls der Zeit“ eingeordnet werden können – ja, sogar Hermès entkommt dem nicht mehr – können diese Frauen stets ihre Käuferinnen von der Stetigkeit der Marke, die sie leiten, überzeugen.

Der „Bleu de travail“ wird uns in drei Varianten präsentiert, genauso individuell wie die jeweiligen Modeschöpferinnen sind. Bei Hermès folgt Vanhee-Cibulsky den Codes des Hauses in Form eines Ganzkörperanzugs mit Kontrastnähten, Reißverschluss, gegürteter Taille und einer geraden Hosenpartie mit klassischen Bundfalten. Auch die Kombi bei Isabel Marant wird durch das Einsetzen von Reißverschlüssen gekennzeichnet, nur sind die Ärmel hier ballonförmig und der Schnitt der Hose gecropped. Volants-Sandalen und ethnische Ohrringe bieten eine urbane bohemian Alternative zur klassischeren Variante von Hermès. Vanessa Seward ersetzt die Zipper durch Knöpfe und kombiniert die Jeansvariante mit einem camelfarbenen Gürtel und Sabots.

Das wohl unkomplizierteste Kleidungsstück der weiblichen Garderobe alliiert sich auch perfekt mit flachen Schuhen, einem lockeren Mantel oder einer kurzen Lederjacke. Aber am liebsten wird er für einen langen Arbeitstag oder eine elegante Night-Out in Betracht gezogen. Diesen Wunsch erfüllen wir dem Einteiler liebend gern und führen ihn stolz an unserem Körper aus.

Die von mir beschriebenen Looks findet ihr hier.

Juliane Clüsener-Godt

Hello, ich bin Juliane. Ich studiere zurzeit Modejournalismus in Hamburg, möchte in naher Zukunft aber am liebsten für ein Print-Magazin die aktuelle Modewelt analysieren. Neben einer unendlichen Liebe für Frankreich, mein Heimatland, pflege ich auch mit sehr großer Sorgfalt meine multiplen und diversen Bücher.

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