GNTM 2017 : Eine Woche später

Eine Woche ist es her, dass die 18-jährige Céline Bethmann zu Germany’s Next Topmodel ernannt wurde. Die eher schüchterne Kandidatin hatte sich langsam, aber sicher, zu einer der Favoritinnen der 12. Staffel entwickelt. Heute ist der erste Donnerstag ohne Treffen vor ProSieben um Viertel nach Acht. Zeit für einen Rückblick, eine Analyse und auch, nur ganz vielleicht, eine kleine Kritik? Konstruktiv, versprochen!

Dass die Mädchen, die bei der TV-Sendung mitmachen, entweder als strohdoof oder oberzickig dargestellt werden, ist wahrscheinlich niemandem etwas neues. Carina entschuldigte sich öffentlich auf ihrem GNTM Instagram Account für diese negative Darstellung ihrer Handlungen. Greta saß während der – ahemmm- Award Verleihung neben Sabine. Hasst die Hamburgerin letztere nicht abgrundtief? Es gibt noch ganz viele Beispiele für dieses sich etwas widersprechende Merkmal der Show, aber lasst uns zu tieferen Sachen schreiten.

Dass zwei Transgender Models es dieses Jahr in die Show geschafft haben, war etwas absolut Neues. Melina und Giuliana haben Selbstsicherheit bewiesen und am gleichen Level wie alle anderen Kandidatinnen mitstreiten können. Dass Giuliana aber als geistig extrem limitiert dargestellt wurde, erscheint mir schon fast respektlos. Und das nicht, weil sie als Junge geboren wurde – Lynn erwischte es manchmal auch ganz schön heftig – sondern weil wir hier immer noch von Menschen sprechen, die im Fernsehen bloßgestellt werden.

Und nun zum größten Shitstorm letzter Woche. Heidi Klums Performance mit Michalsky und Thomas Hayo. Risqué ist das einzige Wort, was mir da einfällt. Obwohl das bestimmt von guten Intentionen ausging, richtete es die Scheinwerfer exklusiv auf Heidi und nicht auf den Auftritt der Models. Und letzteres ist ja eigentlich der Grund, weshalb wir uns die Sendung angucken, oder? Dazu kam auch noch, dass Madame Playback sang. Schade, schade.

Heftige Schlagzeilen zur 12. Staffel lassen mich auch echt immer wieder schmunzeln. Die OK spricht diese Woche sogar von Psychoterror und Bodyshaming und analysiert den angeblich bestürzten Blick und die geschockte Geste der 18-jährigen Gewinnerin, als ihr Sieg verkündet wird. Freut sie sich wirklich? Nobelpreisverdächtige Frage.

Juliane Clüsener-Godt

Hello, ich bin Juliane. Ich studiere zurzeit Modejournalismus in Hamburg, möchte in naher Zukunft aber am liebsten für ein Print-Magazin die aktuelle Modewelt analysieren. Neben einer unendlichen Liebe für Frankreich, mein Heimatland, pflege ich auch mit sehr großer Sorgfalt meine multiplen und diversen Bücher.

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