Unisex: Die große Lüge der Mode?

Männer und Frauen tragen heutzutage fast das Gleiche. Hemd und Hose, ein Paar flache Schuhe dazu, schon sind wir bei einem Look, den man als absolut Unisex bezeichnet.

„Kleider trennen die Geschlechter nicht mehr, sie vereinen sie in einer androgynen Silhouette“ – Angezogen, Barbara Vinken

Männermode ist für ihre Schlichtheit bekannt, die weibliche Seite der Mode soll so gut wie möglich Sinnlichkeit darstellen. Unisex besteht vor allem darin, dass sich das weibliche Geschlecht den männlichen Kleiderschrank aneignet und sich der Schlichtheit hingibt. Aber damit ist Unisex-Mode kein gemeinsamer Schritt für beide Geschlechter in eine neue Richtung, sondern ein Schritt der Frauen in Richtung der Männermode, oder? Handelt es sich dann nicht eher um Frauen, die sich den Männern ähnlich kleiden, weil deren Kleidung einfach viel weniger kompliziert und somit alltagsfreundlicher ist? Gewiss sind wir dann gleich gekleidet, von Unisex kann man hier aber nicht sprechen. Crossdressing – die Tatsache, dass ein Geschlecht, sich wie das andere kleidet – ist hier als Begriff viel angebrachter. Mal sehen, ob sich der Spiess bald umdrehen wird.

Juliane Clüsener-Godt

Hello, ich bin Juliane. Ich studiere zurzeit Modejournalismus in Hamburg, möchte in naher Zukunft aber am liebsten in London oder Paris für ein Print-Magazin die aktuelle Modewelt analysieren. Neben einer unendlichen Liebe für Frankreich, mein Heimatland, pflege ich auch mit sehr großer Sorgfalt meine multiplen und diversen Bücher.

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