Terror – Urbanität der Angst

Der G20-Gipfel steht vor der Tür und die Sicherheitsaktivitäten werden hochgeschraubt. Mit diesen Maßnahmen steigt auch die Angst der Bürger. Schulen, Kindergärten, Bürogebäude und ganze Stadtteile verriegeln ihre Türen. Während des politischen Events sollen mehr als 20.000 Polizisten für die Sicherheit der Stadt sorgen.

Terror ist ein Glücks- bzw. Unglücksspiel

Während laut der Huffington Post 73% der Deutschen nachts schweißgebadet aufwachen, weil sie der Terror bis in die Träume verfolgt, sagen andere, dass man sich eh nicht schützen könne. Die Welt wird immer verrückter, aber sollen wir deswegen aufhören das Leben lebenswert zu machen?

Politiker müssen in dieser Zeit den Seiltanz absolvieren und für genügend Transparenz, Sicherheitsgefühl und einen Backup-Plan sorgen, aber gleichzeitig keine Panik und Alarm verbreiten. Die jüngsten Terroranschläge, z.B. in London mit sieben Toten und 50 Verletzten, beweisen erneut, dass Metropolen und somit die Bewohner zur begehrten Zielscheibe werden. Geringer Aufwand, eine große Angriffsfläche und die Anonymität, die das Abtauchen in die Menschenmenge schnell und einfach macht. Dann ist es egal, ob es sich um einen LKW handelt, einen Attentäter, der sich in die Luft sprengt oder eine wilde Schießerei: Ergebnis sind Angst, Verzweiflung und Trauer.

Die Städte rüsten auf

Bei uns im Westen ist London die Stadt, die nach dem Terror am drastischsten umgebaut und in ihrer Infrastruktur verändert worden ist. Der sogenannte „Ring of Steel“, eine moderne Stadtmauer, soll die die britische Hauptstadt schützen und die Zufahrtsmöglichkeiten in die Stadt verringern. Aber was, wenn der Terror bereits in der Stadt ist? In London gibt es ca. 400 000 Überwachungskameras, also eine Kamera auf 19 Bewohner. Poller werden im Boden verankert, Hindernisse werden in Form von großen Blumenkübeln aufgestellt, die bei Schießerei und Explosion nicht zum zusätzlichen Geschoss werden können. Alte Bänke werden gegen neue massivere Produkte ersetzt. Sicherheitsexperten sind sich allerdings einig, dass Terroristen größeres im Sinn haben: Lebensquellen, wie Wasser, Energie, Nahrung, Medizin, Verkehr und Kommunikation sind im eigentlichen Visier dieser Menschen.
Auch in Deutschland macht man sich darüber Gedanken, wie man sich schützen kann oder um es anders zu formulieren: Katastrophen so gering, wie möglich zu halten. Die Lösung soll ein bundesweites Cyber-Abwehrzentrum sein, allerdings mangelt es dafür zurzeit an staatlichen IT-Experten.

Was kannst DU tun?

Gar nichts. Im Prinzip hat jeder von uns folgende Möglichkeiten:

  1. Abstand gewinnen. Aber selbst am anderen Ende der Welt z.B. in Sydney gab es bereits Anschläge. Wenn überhaupt, müssten wir uns einen neuen Planeten suchen. Aber wie stellen wir fest, dass wir den Terror nicht mit dort rüber nehmen?
  2. Ein kleines Sicherheitszimmer am Rande der Zivilisation mieten, hoffen, dass der Pizzabote (unser einziger menschlicher Kontakt) uns nichts Schlechtes will und warten bis wir auf natürliche Weise sterben.
  3. Uns nicht unterkriegen lassen! Die Lebenslust nicht verlieren, auf Konzerten und Festivals im Regen tanzen, mit Freunden durchs Shoppingcenter ziehen und einfach das tun, was uns gefällt. Der Terror hat gewonnen, wenn er uns steuert und das dürfen wir nicht zulassen.
Ronja Ebeling

Hello, it's Ronny! Ich mache zurzeit mein Volontariat bei Gala Online in Hamburg. Obwohl ich damit schon gut ausgelastet bin, kann ich Derbleu.com einfach nicht links liegen lassen. Diese Website ist meine kreative Spielwiese: Hier steckt viel Herzblut, Gedankengut und Zeit drin.

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