Preview: Kesha – Rainbow

Schwer in dieser Situation zu kritisieren, aber einen Versuch ist es wert.

Es ist nicht zu verbergen, Kesha hat sich wieder zurückgemeldet. Mit weniger Biss und Exzess, aber dafür noch genauso viel Farbe kam die Kämpferin am 06. Juli mit ihrer neuen Single „Praying“ wieder an das musikalische Tageslicht. Am 11. August folgt dann das dazugehörige Album Rainbow, über welches es auch noch was zu sagen gibt. Aber eines nach dem anderen.

Was also bisher geschah (2014): Kesha Rose Sebert lässt sich aufgrund ihrer Bulimie behandeln und klagt gegen ihren damaligen Produzenten Dr. Luke wegen sexueller Übergriffe und seelischen Missbrauchs. Zwei Jahre später zieht sie vor Gericht die Klage zurück. Im gleichen Jahr veröffentlicht sie nach langer Musikpause zusammen mit Zedd ihre Single „True Colors“. Ein sehr gutes Jahr später, letzte Woche um genauer zu sein, erscheint der Albumvorbote „Praying“, wohl ihr aktuelles Statement.

Der Titel verspricht nicht zu viel, Kesha wünscht ihrem Schuldiger, dass dieser im Beten seinen Frieden finden wird. Keine Rachlust, kein Angriff. Sie steht über dem Passierten und ist stolz auf sich. Sie schreitet gestärkt aus der Vergangenheit, so gibt sie es zumindest vor.

In Praying hat sich die Sängerin inspirieren lassen. Es ist trotz des kunterbunten, glitzerbeklebten Musikvideos doch kein typischer Track für die 30jährige. In erster Sekunde des Videos wird man direkt an Vorwörter wie zu Beyoncés  „Hold Up“ oder etwa jedem „Lady Gaga – The Fame“ Song erinnert, trotz zugegeben etwas rauerer Stimme. Und ich meine , im Video Farben gesehen zu haben, die Lady Gaga schon patentiert hat. Musikalisch und auch vom genutzten Vokabular schwingt eine gute Portion Emeli Sandé mit. Aber leidet ihre Authentizität darunter?

Spannungsbooooogen…

Das tut sie nicht. Kesha bewegt weiterhin, allerdings nicht mehr die Massen auf der Tanzfläche, auch wenn auf tanzbare Remixes wohl nicht mehr lange zu warten ist. Ob auch der Rest von Rainbow ihrer neuen Richtung folgt, wird sich im August zeigen. Songtitel wie „Bastards“, „Hunt You Down“ und „Godzilla“, sowie ein in eckigen Klammern angehängtes „Explicit“ hinter der Hälfte aller kommenden Titel lassen auf mehr Temperament warten. Featuringpartner wie Dolly Parton, Eagles Of Teath Metal und The Dap-Kings Horns versprechen interessante Abwechslung.


Photo by Jeff Denberg

Hannes Marxen

Norddeutscher Azubi / Student, Musiker und Blogger. Jeden Besucher lade ich herzlichst zum gemeinsamen Kaffeetrinken ein. (die Kulisse wähle ich und Reise- sowie Unterkunftskosten übernimmt der Besucher)

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