Ich bin eine selbstbestimmte Frau, ich mach einfach Business

Die Sexindustrie ist bekannter Weise eine Männerdomäne. Bis jetzt! Immer mehr Frauen machen das Spiel mit der Lust zu ihrem Job und zeigen, dass Feminismus sehr wohl was in dieser Branche zu suchen hat. Erika Lust und Tilly Lawless sind ganz vorne mit dabei. Sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Nachdem sie ihre Vorliebe für Pornografie entdeckt hatte, schwang sich Erika Lust, die belgische Pornoregisseurin, die mit Nachnamen eigentlich Hallqvist heißt, 2004 selbst hinter die Kamera, um ihre, die Sicht und Lust einer Frau zu zeigen.
Und sie bietet nicht nur ihren eigenen Vorlieben eine Plattform. Mit dem Projekt XConfessions ermöglicht sie jungen Erotik-Regisseurinnen die Verwirklichung eigener Projekte. So entstehen viele kleine Filme, die die Fantasien von echten Frauen erzählen.
Denn was Lust kreiert sind schöne, ästhetische Filme, die mit den laschen Storys à la „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“ – „Na dann blas mir doch einen.“ nicht mehr viel zu tun haben – Zum Glück.
Der sexuelle Akt, die Verbindung zwischen Mann und Frau, Frau und Frau, Mann und Mann, Mann und Frau und Frau, Frau und Mann und Mann wird als das Intime dargestellt, das es ist. Ein magischer Moment zwischen sich vertrauten Personen. Um diese Vertrautheit so authentisch wie möglich einzufangen, werden alle Darsteller behutsam ausgewählt. Erika fängt erst dann an zu drehen, wenn sie die Chemie zwischen den Protagonisten spürt uns gibt lediglich eine Geschichte vor. Doch wie sie sich berühren, streicheln, küssen liegt ganz bei den Darstellern. Und genau das ist der Schlüssel zu ihren einzigartigen, unverfälschten Aufnahmen. Sie zeigen puren, realen Sex.

Darstellerin oder anders gesagt Nutte, Hure, Prostituierte. Vier Wörter eine Bedeutung: Eine Frau, die für Sex Geld verlangt. So eine ist auch Tilly Lawless, was sie allerdings besonders macht ist, dass sie sich, genau wie Erika, bewusst für die Sexindustrie entschieden hat und dazu ihre Entscheidung mit der ganzen Welt via Instagram zu teilen.

Sie wohnt in Sydney, reitet und liest gerne doch genauso gerne hat sie Sex. Also warum sein Hobby nicht zum Beruf machen? Deswegen hat sie schon viele dumme Sprüche hören müssen. Vor allem wird ihr immer wieder gesagt, dass sie sich doch nicht freiwillig für etwas entscheiden kann, wozu andere Frauen gezwungen werden. Sollen wir uns also selbst gegen etwas zwingen lassen bloß, weil andere dazu gezwungen werden? Genauso absurd ist für sie die Doppelmoral, mit welcher Pornodarsteller behandelt werden. Ist man bekannt, wird das was man tut akzeptiert, steht man noch am Anfang, wird einem das Leben durch Vorurteile schwer gemacht. Deshalb möchte sie darauf aufmerksam machen, dass Prostitution genauso ein Beruf ist, wie Schreinern, bloß vermiete sie eben ihre Pussy und nicht ihre Hände.

Photo by rawpixel.com on Unsplash

Hanna Lüthi

Hallo ich bin Hanna

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