Review: Foster The People – Sacred Hearts Club

Legen wir doch gepflegt den Stress zur Seite und geben uns einmal dem neuen Langspieler von Foster The People hin.
Indie-Elektropop wird wieder massentauglich, in „Pay the Man“ startet Sänger Mark Foster mit gekonnt relaxter Stimme in den zuerst noch etwas aufkratzenden, aber mit dem Refrain wirklich erstaunlich chartverdächtigen Einstiegstrack des Albums Sacred Hearts Club, das am 21. Juli erschien.

Chartverdächtig ist aber nicht gleich aufregend, neu oder interessant, das ist Sacred Hearts Club nämlich nicht. Nach wirklich ausgefallenen Songs auf den Langspielern Torches (2011) und Supermodel (2014) wird dem ein oder anderem Fan bei neuen Standardpoptiteln wie „Doing it for the Money“ oder „Sit Next to Me“ vielleicht etwas langweilig. Ihr Mehrsein haben Foster The People dieses Jahr vorerst an den Haken gehängt.

Die Musik ist aber dennoch gut, zum Ausspannen, Abkühlen und Zusammensein. Nicht zum alleine Hören, aber für gemeinsame Momente mit Freunden, um diesen für die Erinnerung eine Hintergrundmusik zu geben. An unbeschwerte 60er Jahre Musik angelehnter Elektropop mit einer doch noch vorhandenen Prise Indie.

Als Hörer wird man nicht liegen gelassen und das Album harmoniert in sich. Die Songs machen Spaß. Keine zehn Sekunden „Lotus Eater“ und die Turnschuhe fegen über den Boden. In „Loyal Like Sid & Nancy“ beweist Foster, was sein Organ wirklich kann und weckt doch noch Interesse, falls es bis dahin nicht aufkam. Die Rap einlagen und zugehörigen Stöhner bringt er allerdings nicht glaubwürdig rüber. Das genrenötige musikalische Handwerk beherrschen aber alle drei Jungs.

Pflichthörprogramm: Einstieg bei Track 1 „Pay the Man“. Wenn der passt, tut es auch der Rest.


Photo © by May F. on flickr.com https://www.flickr.com/photos/may_inthesky/6987728156, License: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

Hannes Marxen

Norddeutscher Azubi / Student, Musiker und Blogger. Jeden Besucher lade ich herzlichst zum gemeinsamen Kaffeetrinken ein. (die Kulisse wähle ich und Reise- sowie Unterkunftskosten übernimmt der Besucher)

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