„Dunkirk“ – Wie ein altes Genre neu belebt wird.

Nach Erfolgen wie Memento, dem Wiederbeleben eines der bekanntesten Superhelden in Form der „Dark Knight“– Triologie, einem emotionalen und psychisch tiefbegehendem Film über das Konzept der Zeit, einen realitätsbasierten Ausflug in die Zukunft der Menschheit und der Raumfahrt präsentiert einer der wohl bekanntesten und renommiertesten „Mainstream“- Regisseure unserer Zeit seinen neuen Film- dieses Mal über den zweiten Weltkrieg. 

Die Rede ist natürlich von Christopher Nolan und „DUNKIRK“, welcher die Geschichte von mehren hunderttausend eingekesselten Soldaten am Strand der französischen Küstenstadt Dünkirchen erzählt und den Rettungsversuchen durch das britische Festland.

Nolan setzt auf altbekannte Gesichter wie Cillian Murphy ( „Scarecrow“- Batman: The Dark Knight Rises) im Bereiche des Cast vor der Kamera. Hinter der Kamera sind ebenfalls bekannte Gesichter am Werk, so komponierte Hans Zimmer erneut die Musik, wie für alle Nolan-Blockbuster in den vergangenen zwölf Jahren. Kameramann war hier erneut der Niederländer Hoyte van Hoytema.

Doch auch frische Gesichter mischen sich unter andere, bekannte Castmitglieder. So feiert der britische Pop-Sänger Harry Styles sein Schauspiel Debüt und auch der, bisher nur aus drei Folgen der britischen TV-Show „HIM“ bekannte Fionn Whitehead, spielte grandios auf der Leinwand.

Bezüglich des Inhalts möchte ich gar nicht zu viel verraten, jedoch etwas über die Qualität des Films.

Der Name Christopher Nolan ist im Jahre 2017 ein Name für Qualität und einem „sich abheben“ aus der „who ist who“ Landschaft des heutigen Hollywoods. Bei einem solchen Ruf, steigen natürlich von Film zu Film die Erwartungen und nach Interstellar fragte ich mich, ob es Nolan auch möglich sein würde , nachdem er das filmische Genre „Si-Fi“ aufgewühlt hatte, ein so oft beackertes Genre wie den Zweiten Weltkrieg neu zu erfinden und zu inszenieren ?

Somit hatte ich ein wenig Angst mich in meinem gemütlichen Kinosessel zu entspannen, da ich nicht enttäuscht werden wollte.

Doch bereits nach einer Minute war ich so in den Film vertieft, dass ich mir erst nach den folgenden 106 die Frage erneut stellen und mit einem definitiven JA beantworten konnte. Denn dieser reißt nicht, wie bei Inception oder Interstellar, durch Bildgewalt oder  Dialog mit – nein, sondern durch eine unglaublich tiefgehende Emotionalität. Wer sich Dunkirk anschaut und einen brutalen Kriegsfilm mit Schlachten und Schießereien erwartet, liegt falsch. Dieser Film fängt nicht den Krieg ein, sonder vor allem, die zu dieser Zeit bei den Soldaten vorherrschenden Emotionen: eine sich versteifende Angst und Zusammenhalt!

Andere Filme über den Zweiten Weltkrieg schaffen es grandios den Hergang eines Kampfes oder die Zerrissenheit eines Volkes darzustellen, jedoch gelang es bisher niemanden dem Zuschauer in Ansätzen das Gefühl zu vermitteln hoffnungslos und ohne Perspektive in einem nichtgewollten Krieg gestrandet zu sein, wie dieser Film.

timstolte

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