Kopenhagen – Ohne Reiseführer, ohne Sonnenbrille

Ohne Reiseführer fühle ich mich befreit- keine Sterne, keine Sorgen!
Fröhlich bummle ich durch die Straße und erfreue mich an meiner neu gewonnenen Selbstbestimmung. Ich folge keiner grünen Linie auf einem faltbaren Stück Papier und sehe mir tatsächlich die Stadt an und renne nicht mit gesenktem Kopf von einem markierten Punkt zum nächsten. Irgendwann lande ich in dem Viertel Vesterbro – hier wohnen viele Studenten und Künstler, also eher Szeneviertel – und setzte mich in ein Café.

Bang & Jensen

Die Räume des Cafés waren ursprünglich eine alte Apotheke und der Tresen ist noch komplett erhalten. Alle sind hier total entspannt – die Stimmung ist locker und gemütlich. In den hinteren Räumen stehen alte Sofas und Sessel zum reinkuscheln, im vorderen Zimmer alte Diner Möblierung. Bestellt wird am Tresen. Ich komme mit den Mädels vom Nachbartisch ins Gespräch, als wir merken, dass wir alle deutsch sprechen und sie empfehlen mir den „Roten Platz“ zu besuchen. Ich denke mir: Klar ein knallroter Platz, den übersieht man ja nicht… ja genau…

Der „Rote Platz“

Ja die Sonne steht tatsächlich schon ziemlich tief, als ich endlich mein Ziel erreiche. So einfach war das dann doch nicht, trotz Handy Navigation. Deshalb wird diese coole Location auch in jedem Reiseführer übersehen, weil keiner von oben raufguckt.
Apropos oben…

Vor Frelsers Kirke

Da Kopenhagen eine niedrige Skyline hat, kann man relativ einfach über die ganze Stadt gucken. Ein guter Spot dafür ist die Erlöserkirche in Christianshavn. 400 Stufen einer Wendeltreppe führen hoch hinaus und waren mein Fitnessprogramm für den Tag. Aber von hier oben kann man sogar bis nach Schweden schauen und ist direkt neben der Hippie-Kommune Christiania! Für alle mit Höhenangst: Vielleicht bei Wind lieber sein lassen, hier oben schaukelt das dann tatsächlich ein bisschen.

Rosenborg Schlossgarten

Nach dem ganzen Sport brauche ich erstmal eine Pause. Auf der Kirche habe ich gehört, wie sich zwei Dänen in meinem Alter für später im Schlossgarten verabredet hatten. Ich beneheme mich also ganz normal wie jeder psychisch gestörter und laufen dem einen bis zum Schlossgarten hinterher. Dort angekommen vernachlässige ich meine Stalkeraktivitäten und lege mich in den Schatten. Um mich herum grillen Studenten oder spielen Federball. Junge Familien machen ein Picknick. Das grillen ist übrigens glaube ich nicht erlaubt. Riecht aber gut!

Der Klassiker zum Schluss

Wer sich die kulinarische Köstlichkeit nicht bei Noma auch bekannt als „das beste Restaurant der Welt“ leisten kann, der geht am besten zu Aamanns Restaurant. Hier gibt es das Brot in allen Variationen zu einem erträglichen Preis. Da geh ich jetzt auch hin.. das ganze grillen hat mich hungrig gemacht!

Photo by Shane Rounce on Unsplash

Josephine Bartels

Hi, ich bin Josi, 20 Jahre alt und studiere Modejournalismus. Zurzeit halte ich mich in Berlin auf und arbeite für PR Agentur. Da ich das Schreiben jedoch viel zu sehr liebe, lasse ich euch hier an meiner Liebe zur Popkultur auf schriftliche Weise teilhaben. Ganz nebenbei bin ich Musikfreak und Schallplatten süchtig.

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