Rick Owens- Designerportrait

Rick Owens- ein Name den viele vom Hören-Sagen kennen, aber ihm keine größere Bedeutung zumessen. Ein schwerwiegender Fehler.

Der aus Kalifornien stammende und nun in Paris arbeitende Designer hat es in den letzten nun beinahe zwanzig Jahren durch viel Arbeit, Eigeninitiative und einer ganz besonderen und ihm eigenen Ästhetik geschafft, als Nischendesigner den Gipfel des „Dark Fashion“- Everest zu erklimmen und auf ihm als „prince of dark fashion“ zu herrschen.

Die Rede ist selbstverständlich, wie bereits erwähnt, von Rick Owens.

Der in Porterville in Kalifornien geborene Designer besuchte nach seinem high-school-Abschluss zunächst eine Kunstuniversität in Los Angeles um Bildhauerei zu studieren, wechselte jedoch sehr schnell das Themengebiet und sattelte auf das Fach „Pattern Making“ um, da er, in seinen eigenen Worten, zu viel Respekt vor der intelligenten Herangehensweise in besagter Branche habe und die Ehrfurcht aber auch die Angst vor dem eigenen Versagen zu groß war.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung, arbeitete er im garment district in Los Angeles und fertigte für seine Arbeitgeber „cheap knock-offs“ von Designerstücken wie bspw. Versace an. Als eine der Firmen bei denen er angestellt war bankrott ging, beschloss Owens, dass er genug vom Leben in finanzieller Sicherheit hatte und sich selbst und seine Visionen verwirklichen wollte.

„I can be poor, that’s not hard for me. […] I have to go as far as I can before I die.“

Zum Ende der 1990er zog er seine eigenen Marke auf und Verkaufte die gefertigten Stücke an ausgewählte Boutiquen in Los Angeles und anderen U.S. amerikanischen Städten. Nach kurzer Zeit wurde die amerikanische Vogue auf ihn aufmerksam, erkannte sein Talent und bot ihm an ihn, in Form der Finanzierung einer eigenen Modenschau in der NYFW, zu fördern. Owens zögerte da er nicht sicher war, ob seine sich relativ langsam voranschreitende, jedoch progressive, Ästhetik, in der rapiden Modewelt überleben und überhaupt standhalten könne.

Schlussendlich sagte er jedoch, nicht zuletzt auf Grund seines Alters (40), zu.

Nach seiner ersten Show (F/W 2002), in welcher er reine Womens-Wear zeigte, schossen die Zahlen in die Höhe. Nur ein Jahr später erhielt Owens den CFDA „New Talent“ Award, wurde Creative Director von Revillon (bis 2006) und zog mit seiner eigenen Marke nach Paris um, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Im Jahre 2005 startet Owens eine eigene Möbellinie, welche er zusammen mit seiner Frau Michelle Lamy führt. 2006 eröffnete Owens seine erste Boutique in Paris und brachte drei neue Linien heraus:

Rick Owens Lilies (preiswerter), DRKSHDW (Denim), Palais Royal (Fell).

Mehr Boutique-Eröffnungen in NYC, London, Tokio, Honk Kong und Seoul folgten.

Owens zählt bis heute mit seiner immer größer werdenden und beinahe stammes- und kultartigen Kundschaft zu einem der Dark Fashion Designer. Er zeichnet sich durch exzellente Schnitt- und Drapage Kenntnisse, einer sehr speziellen „ursprünglichen“ farblichen und materiellen Ästhetik, einer uneingeschränkten Hingabe an seine Arbeit und künstlerischen und „forward-thinking“ Performances und Shows aus.

Wer mehr Details im speziellen im Bezug auf Rick Owens Design-/Arbeitsprozess und seine Ästhetik haben möchte, kann sich sehr gerne die Dateien im Anhang herunterladen, um komplett in die Materie eintauchen zu können.

Rick Owens – Prozess und Ästhetik

Das Foto ist lizenzfrei von Asha Mines

timstolte

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