Hamburg und sein Problem mit dem Wohnen

Überfüllte U-Bahnen, Busse und Straßen. Man könnte meinen St. Pauli oder dieser andere Hamburger Fußball Club haben mal wieder ein Heimspiel. Oder ist irgendwo ein Justin Bieber Konzert? Ist vielleicht Dockville? – Ne, alles falsch. In Barmbek-Süd wird eine bezahlbare Butze frei und alle pilgern hin.

Was tue ich eigentlich hier? Drehe ich direkt wieder um? Oder stelle ich mich zu den anderen 200 Wohnungssuchenden? Nun ja, wenn ich schon mal da bin. Ich stehe also Schlange. 15 Minuten in einem Hausflur. Vor und hinter mir andere Menschen. Jung und alt. Frauen und Männer. Studenten und Arbeiter. Da hab ich: Frau, jung und Studentin, doch eh keine Chance ausgewählt zu werden. Gut, ich rauche nicht, spiele kein Instrument und habe auch keine Haustiere, aber eben auch kein hohes Einkommen.

levi-jones-555764-unsplash

Alleine wohnen ist ein Luxus

Laut aktuellen Studien liegt der Hamburger-Mietpreis bei etwa 8 Euro pro Quadratmeter. Die Realität sieht aber anders aus. Bei Immowelt und co. findet man kaum bezahlbaren Wohnraum. 1-Zimmerwohnungen sind Mangelware. Möchte man zentral und alleine leben braucht man einen großen Geldbeutel. Für eine 22m² kleine Wohnung inklusive 2m² Bad und Kochnische, die noch nicht mal Herdplatten oder einen Backofen hat, muss man locker 375 Euro hinblättern. Das sind über 13 Euro pro Quadratmeter.

Auf der falschen Seite der Elbe – a.k.a. am Arsch der Welt – bekommt man für das selbe Geld etwa 10m² mehr Lebensraum. Aber eben auch ne scheiß Lage. Wenn man also bereit ist erstmal 45 Minuten in die Bahn zu sitzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals Besuch zu bekomme, findet man hier einen günstigen Schlafplatz.

Sollte das nichts für euch sein, haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr eure Chancen auf eine bezahlbare Wohnung erhöht, ohne dabei den Mut zu verlieren:

  1. Macht euch keine Hoffnungen

Rule number one predigt Geduld und Ausdauer. Rechnet damit erstmal über Monate in meterlangen Warteschlangen stehen zu müssen und im Gegenzug nicht mal ein Lächeln oder einen Interessentenbogen zu bekommen. That’s Hamburger Wohnungssuche life.

  1. Benachrichtigungen aktivieren

Erspart euch das lästige aktualisieren von Immoscout und co.. Außerdem verliert ihr durch den Service nicht so schnell den Überblick über eure Anfragen. Ergo ihr müsst euch nicht fragen ob das jetzt eigentlich die Wohnung ist für die ihr schon mal eine Bewerbung rausgeschickt hab oder nicht.

  1. Wohnungsgenossenschaften

Wenn ihr garkeinen Bock mehr darauf habt lästige Bewerbungen zu tippen, beziehungsweise zu copy-pasten. Füllt einfach das Formular auf einer der gefühlt tausend Genossenschafts-Websites aus. Ihr bekommt dann super easy und entspannt direkt ne Mail falls eine passende Wohnung frei wird.
Super Pro-Tipp: Füllt den Wisch bei so vielen Genossenschaften wie möglich aus. Viele Eisen im Feuer und so.

Wir drücken euch die Daumen.

Photo by Hal Gatewood on Unsplash
Photo by Levi Jones on Unsplash

 

 

 

 

Hanna Lüthi

Hallo ich bin Hanna

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