Blue matters! – „Denim City“ klärt über eine nachhaltigere Herstellung der Jeans auf

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Wenn ihr demnächst in Amsterdam seid, solltet ihr auch direkt der „Denim City“ in De Hallen einen Besuch abstatten! Die non-profit Organisation „House of Denim“ hat die Forschungshalle ins Leben gerufen, um über die Herstellung von Jeans aufzuklären und vor allem alternative, nachhaltigere Methoden von Denim- Produktionen aufzuzeigen. Viele Brands wie Levi’s, Pepe Jeans, Tommy Hilfiger, Calvin Klein und C&A zeigen sich begeistert von dem Konzept und unterstützen die Organisation mit Spenden. „Denim City“ will dafür sorgen, dass immer mehr Marken von ihren traditionellen Jeansherstellungsmethoden abweichen, um den Wasserverbrauch, die Verwendung von Giftstoffen und unzumutbare Arbeitsverhältnisse von Fabrikarbeitern zu verringern. Das einzige unabhängige, nachhaltige Innovationslabor für Jeanswäsche und -aufbereitung bietet für Jeansliebhaber, Studenten, Akademiker, Marken, NGOs und Unternehmen die Jean School, den Denim City Workshop, das Blue Lab (eine Art nachhaltiges Waschcenter) und einen Store. Wir haben hier mal einen kleinen Einblick für euch, was euch in dem Workshop erwartet. Für nähere Infos schaut dort natürlich am Besten persönlich vorbei!

Der herkömmliche Prozess der Jeansherstellung

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Um viele Farbgebungen, Designs und Looks auf Denim zu kreieren, sind viele Arbeitsschritte nötig. Zunächst wird der Rohstoff, die Baumwolle, in fortschrittlichen Ländern mit Erntemaschinen gepflückt. Soll die Qualität aber besonders hoch sein, wird in ärmeren Ländern die Wolle per Hand geerntet. Um den typischen, nicht einheitlich blauen Denimlook zu erzielen, wird dann der Kettfaden (weiß) und Schussfaden (blau) abwechselnd gewebt. So weit, so gut.

Die Waschungen und Abreibungen für den perfekten „Used Look“  sind der eigentliche „Übeltäter“. Die Waschungen werden erzielt, indem die Hosen in Maschinen mit großem Wasserverbrauch und mit vielen Giftstoffen versetzt, gewaschen werden. Die Abreibungen entstehen, indem Fabrikarbeiter stundenlang per Hand ein aufgespanntes Kleidungsstück mit einer Reibe so lange aufrubbeln, bis der gewollte Look erreicht ist- dies machen sie den ganzen Tag für einen Hungerlohn.

Nachhaltigere Methoden der Jeansherstellung

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Führende Jeansmarken, Akteure der Branche und Organisationen haben ein Ziel: Mehr Innovation. Dieser Claim hört sich erstmal toll an, aber was genau bedeutet es, wenn in der Jeansherstellung auf viele, heute so selbstverständlich angewendet, Verfahren verzichtet wird beziehungsweise sie verändert werden?

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In dem Waschcenter „blue lab.“ arbeiten Forscher daran, eine Methode zu finden, bei der das Waschen der Jeans nicht gleich schlecht sein muss. Es geht darum, was die Inhaltsstoffe dieses Wasser sind und, dass man die Menge auf ein Minimum reduziert. Außer Waschmaschinen bietet „blue lab.“ Trockner, Spritzanlagen und Laser.

Die Lasermethode „Jeanologia“ sorgt dafür, dass es nicht nötig ist, die Jeans mit viel Wasser und Giftstoffen zu spülen, denn die Waschungen werden einfach draufgelasert. Dank Photoshop können jegliche Muster, Farben und Formen vorgegeben werden, die dann von der Technologie innerhalb weniger Minuten auf die Jeans übertragen werden.  Diese Lasermethode ist besonders nachhaltig, der Kostenpunkt von schlappen 100.000-200.000€ einer solchen Machine schreckt viele Hersteller aber wohl noch ab.

Wenn ihr mehr über die Organisation „Denim City“ erfahren wollt und euch für einen Workshop oder Live-Talk interessiert, schaut gerne auf www.denimcity.org für alle Termine und weiteren Informationen vorbei!

Kristin Roloff

Ich bin Kristin, aber wirklich jeder nennt mich einfach Kiki. An der HAW Hamburg studiere ich Medien und Information. Meine Passion für Mode, Fotografie und das Schreiben ist unersättlich, deswegen freue ich mich, diese hier mit euch teilen zu können!

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