#FASHIONREADS KW32: Welche Artikel in den letzten Tagen die Modewelt geprägt haben

Inklusivität scheint schon seit längerer Zeit eines der Lieblingswörter der Luxusbranche zu sein. Die Sternchen der September Cover, sowie die neue Netflix-Serie „Insatiable“ reiten auf ein und der selben Welle: Mode sollte für alle zugänglich sein, aber ist sie das? Denn wie hoch diese Welle überhaupt reicht und ob sie vor ihrer Ankunft an Land noch brechen wird, erfahrt ihr heute in unserer Artikel-Auswahl für das Wochenende.

 

The Stars of September

50 Prozent der weiblichen Modemagazine haben für ihr September-Cover eine Woman of colour ausgesucht. Zufall oder Absprache? Der Zeitgeist spricht eher für die erste Hypothese. In einem sehr ausführlichen Artikel analysiert Matthew Geier für die New York Times die Medienlandschaft der letzten Dekade. Must read!

Will Fashion’s Body Diversity Movement Ever Go Global?

Plus Size ist gut, denn Plus Size ist inklusiv. Dabei ist der Begriff Plus-Size schlecht gewählt, weil er eine Frau, die in die Größe 42 nicht reinpasst, als Wesen mit extra großen Proportionen darstellt. Komplett falsch. Dabei bleibt auch das Wort inklusiv absolut überflüssig. Solange Models, die die Größe 34 überschreiten, nicht den Runway auf internationalen Fashion Weeks betreten dürfen, können wir nicht von einem inklusiven System sprechen. Hilary George-Parkin erinnert die Leser von Refinery29 an die Wichtigkeit der Diversität der Körperformen und lädt zu einer weltweiten Zelebration ein.

Toward a Different Language of Size

Die neue polarisierende Netflix-Serie „Insatiable“ thematisiert das Leben einer übergewichtigen Teenagerin. Als diese plötzlich schlank wird und somit in das enge Gitter der Schönheitsnormen reinpasst, nutzt sie dies um sich an all denen zu rächen, die sie wegen ihres Gewichtes ausgelacht haben. Der Begriff von Body-Positivity ist hier wieder zentral. Vanessa Friedman geht für die New York Times noch einen Schritt weiter und greift das Sizing-System an.

Op-Ed | Whatever: How Fashion Lost Its Meaning

Mode wird von Stil abgelöst, Verkaufszahlen werden wichtiger als gutes Storytelling. “We have entered a state of pure postmodernism, where anything goes and nothing means anything anymore.” Eugene Rabin, Gründer von StyleZeitgeist und renommierter Modejournalist, erwägt in einem Op-Ed für Business Of Fashion die Richtung, die von den meisten Modehäusern eingeschlagen wird. Ein extrem ehrlicher und interessanter Meinungsbeitrag.

Juliane Clüsener-Godt

Hello, ich bin Juliane. Ich studiere zurzeit Modejournalismus in Hamburg, möchte in naher Zukunft aber am liebsten für ein Print-Magazin die aktuelle Modewelt analysieren. Neben einer unendlichen Liebe für Frankreich, mein Heimatland, pflege ich auch mit sehr großer Sorgfalt meine multiplen und diversen Bücher.

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