Angst vor Menschenmassen: Wenn Festivals durch Enochlophobie zum Albtraum werden

Die Festivals Dockville, Lollapalooza und New Horizons erwarten uns dieses Jahr noch in Deutschland. Coole Live-Acts, ein paar Bierchen und vor allem eine unvergessliche Zeit mit den Freunden: Das ist es, was ein Festival für die meisten Leute ausmacht und warum auch überteuerte Tickets oft schon innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Wie bei fast allem gibt es aber auch hier Ausnahmen – denn die bestätigen bekanntermaßen die Regel. Für jeden, der unter der Krankheit Enochlophobie leidet, zählt kaum noch was auf der Bühne passiert, sondern die ganze Aufmerksamkeit wird auf das, was sich vor der Bühne abspielt, verlagert.

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Wodurch die Panik in Menschenmassen ausgelöst wird

Wenn man gegen die Panik ankämpfen will, muss man die Ursachen der Situation verstehen. Sie klar zu definieren ist schwer, aber es gibt einige Ansätze: Es kann – wie bei fast allem – seinen Ursprung in der Kindheit des Betroffen haben, zum Beispiel, weil er oder sie in dieser Zeit eine schlechte Erfahrung mit Menschenmassen hatte. Vielleicht wurde man aber auch später in der Schulzeit gemobbt, oder anderweitig von seinen Mitmenschen schlecht behandelt. Auch viele Menschen, die unter Klaustrophobie leiden, haben in Menschenmassen häufig kein Problem mit den Leuten um sie herum, sondern einfach Platzangst.

Was ihr bei einer Panikattacke in Menschenmassen tun könnt

Euer Lieblingskünstler spielt gerade, doch ihr könnt es kaum genießen, weil ihr euch in der Masse erdrückt fühlt und keinen Ausweg seht? Diese drei Tipps können euch in dieser panischen Situation helfen.

1. Macht Atemübungen: Atmet durch die Nase ein (ca. 4 Sekunden), halten euren Atmen an (ca. 4 Sekunden) und atmet dann durch den Mund wieder aus (ca. 6 Sekunden). Atmet dabei länger aus als ein und wiederholt es 5 – 10 Mal.

2. Konzentriert euch auf eine Person: Wahrscheinlich seid ihr nicht alleine auf dem Festival unterwegs. Habt ihr einen Panikanfall, versucht jede andere Person um euch herum auszublenden und euch mit eurem Freund/ eurer Freundin zu unterhalten. Oft hilft das schon zur Beruhigung.

3. Gewöhnt euch langsam dran: Seid ihr nach dem Festival wieder zuhause, könnte ihr jetzt beginnen der nächsten Panikattacke vorzubeugen. Stellt euch bewusst Situationen, in der „kleinere Menschenmengen“ auf euch lauern, wie zum Beispiel in einem Bus. Versucht es dann langsam zu steigert , bis ihr euch wieder größere Menschenmengen zutraut. Dann ist der nächste Festivalbesuch hoffentlich sorgenfrei. ABER: Leidet ihr an sehr ausgeprägten Panikattacken lasst euch auf jeden Fall von einem Psychiater beraten.

Kristin Roloff

Ich bin Kristin, aber wirklich jeder nennt mich einfach Kiki. An der HAW Hamburg studiere ich Medien und Information. Meine Passion für Mode, Fotografie und das Schreiben ist unersättlich, deswegen freue ich mich, diese hier mit euch teilen zu können!

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